Frustration und Enttäuschung über das schlechte Wahlergebnis, aber keineswegs Hoffnungslosigkeit waren der Grundtenor in den Redebeiträgen bei der Wahlnachlese der Further SPDler am vergangenen Donnerstag im Gasthaus Fellner.

Es sei klar gewesen, dass es schwer sein werde, die Stimmen des zurückgetretenen Stadtratskollegen Sigi Ehrnböck zu kompensieren. Dennoch rechnete die Ortsvorsitzende wieder mit 2 Sitzen im Stadtrat. Nun habe man den Fraktionsstatus verloren, aber durch die eingegangene Ausschussgemeinschaft bleibt die SPD weiterhin in einigen Ausschüssen vertreten, ohne mit einer Fraktion zusammenarbeiten zu müssen. Zudem wird Silke Schell auch künftig das wichtige Amt der Sozialreferentin ausüben. Sie habe trotz allem das Gefühl, dass der Stadtrat die Zusammenarbeit mit ihr durchaus schätze.
Schell machte deutlich, dass das Wahlprogramm der SPD überzeugt habe. Das sei ihr mehrfach bestätigt worden. Sie wisse nicht, was man hätte anders und besser machen können. Dies bestätigte auch die zweite Vorsitzende und Ko-Kreisvorsitzende Monika Friedl. Sie sah in dem schlechten Ergebnis in der Kommunalwahl eine zunehmende Auswirkung der Bundespolitik, eine ungerechtfertigte Abstrafung auf lokaler Ebene. Dies sei bei früheren Kommunalwahlen weniger der Fall gewesen. Im Schatten einer schlechten Bundespolitik verschwänden die Leistungen und Erfolge der Sozialdemokraten vor Ort. Müsse man denn den Parteinamen künftig mehr „verstecken“, fragte Friedl provokativ.
Wera Müller und Jenifer Dietl sahen die Further SPD als Opfer eines Trends. Aber dennoch, so Dietl, sollte man überlegen, ob man die Liste zukünftig öffnet oder umbenennt. In anderen Kommunen hätten so Sozialdemokraten Mandate gewonnen.





Ulrich Dölker, Projektleiter Bau, übernahm die Führung, unterstützt von Kreisvorsitzender Monika Friedl und Siegfried Ehrnböck, die ebenfalls regelmäßig Gästeführungen über das Gelände durchführen. Dabei zeigten sich die Abgeordneten sichtlich beeindruckt von dem, was in unserer Kleinstadt im Zuge der Landesgartenschau nachhaltig geschaffen wurde. (Fotos: Sigi Ehrnböck)